Im Rahmen des Hautkrebsscreenings oder gezielt bei auftreten neuer Muttermale oder anderer auffälliger Hautveränderungen stehen uns in unserer Praxis zusätzlich verschiedene moderne Untersuchungsmethoden wie die Videoauflichtmikroskopie und die elektrische Impedanzspektroskopie (EIS) zur Verfügung.
Videoauflichtmikroskopie
Diese spezielle Untersuchungsmethode (Computergestützte Auflichtmikroskopie) ermöglicht eine stark vergrößerte, detaillierte Darstellung von Hautveränderungen. Pigmentverteilung, Gefäßmuster und feine Strukturveränderungen lassen sich so präzise beurteilen.
Dadurch erkennen wir frühzeitig, ob es sich um ein gutartiges Muttermal oder um eine verdächtige Hautveränderung handelt. Die Untersuchung ist vollkommen schmerzfrei und dauert nur wenige Minuten. Die vergrößerten Bilder werden direkt auf einem Bildschirm dargestellt, sodass Sie die Untersuchung live mitverfolgen können.
Besonders bei Verlaufskontrollen bietet die Videoauflichtmikroskopie einen großen Vorteil: Bereits kleinste Veränderungen eines Muttermals können im Vergleich zu früheren Aufnahmen zuverlässig erkannt und dokumentiert werden.
Die Einzelanalyse der Muttermale ergänzt ideal das Hautkrebsscreening und das Total Body Mapping und bietet insbesondere bei Risikopatienten ein Höchstmaß an diagnostischer Sicherheit.
Elektrische Impedanzspektroskopie (EIS) Nevisense
Die elektrische Impedanzspektroskopie (EIS) ist ein innovatives, nicht-invasives Verfahren zur Beurteilung unklare Hautläsionen. Sie ist eine Ergänzung zu den üblichen, nach optischen Kriterien ablaufenden Untersuchung.
Die elektrische Impedanzmessung beruht auf der Fähigkeit der Zelle, Elektrizität zu leiten und zu speichern. Je nach Gesundheitszustand weist das Hautgewebe unterschiedliche elektrische Eigenschaften auf.
Während der Untersuchung wird ein spezieller Messkopf sanft auf die betreffende Hautstelle aufgesetzt. Innerhalb weniger Sekunden werden elektrische Signale in unterschiedlichen Frequenzen durch das Gewebe geleitet und analysiert. Auf diese Weise entsteht eine objektive Bewertung, die Hinweise darauf geben kann, ob es sich um eine unauffällige oder potenziell bösartige Veränderung handelt.
Auf diese Weise können den Patienten unnötige OPs erspart werden, gleichzeitig können bösartige Merkmale früher erkannt werden, so dass eine frühzeitige Behandlung erfolgen kann.